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Bewerbungsfoto mit dem Handy: vom Selfie zum brauchbaren Bild

Wie aus einem Handyfoto ein Bewerbungsfoto wird: Licht, Abstand, Hintergrund, Augenhöhe. Und was sich später nicht mehr reparieren lässt.

Redaktion Dossierfoto Stand 2026-09-14 10 Minuten Lesezeit

Die Aufnahme können Sie mit dem Handy machen, und zwar gut. Es braucht dafür drei Dinge, die nichts kosten: Licht von einem Fenster, anderthalb bis zwei Meter Abstand und die Kamera auf Augenhöhe. Ob daraus ein Bewerbungsfoto wird oder ein Selfie bleibt, entscheidet sich danach an Hintergrund, Ausschnitt und Kleidung.

Was die Schweizer Ratgeber gegen Selfies sagen

jobs.ch, das grösste Stellenportal des Landes, schreibt im Job-Coach zum Bewerbungsfoto für den Lebenslauf:

"Blöde Grimassen oder Party-Fotos sind aber auch in diesen Fällen tabu und auch Selfies sind keine geeigneten Bewerbungsfotos."

Nexaria formuliert dasselbe schärfer: "Verzichten Sie unbedingt auf Automatenfotos, Ferienfotos oder Selfies". Die Warnung findet sich bei jobup.ch in der Romandie wieder und in praktisch jedem Schweizer Bewerbungsratgeber. Sie ist berechtigt.

Was eine Personalabteilung an einem Selfie stört, sind sechs Dinge. Deckenlicht, das Augenhöhlen und Kinn verschattet. Ein Hintergrund, der von der Person ablenkt, weil Küchenschrank, Bücherregal oder Garderobe darauf zu sehen sind. Ein Gesicht, das aus vierzig Zentimetern Abstand aufgenommen wurde und deshalb verzogen ist. Ein Ausschnitt, der halb aus Oberkörper und Zimmerdecke besteht. Ein T-Shirt. Ein ausgestreckter Arm, der ins Bild ragt.

Keiner dieser Punkte hängt daran, dass ein Handy im Spiel war. Alle sechs hängen an der Situation, in der die Aufnahme entstand.

Das Selfie ist der Rohstoff, nicht das Ergebnis. Das Einzige, was ein fremdes Werkzeug nicht liefern kann, ist das Gesicht. Alles Übrige ist Aufnahmesituation und Nachbearbeitung. Die folgende Anleitung behandelt den Rohstoff und funktioniert ohne jedes Werkzeug und ohne diese Seite.

Handyfoto einer Frau im Wohnzimmer, Deckenlicht von oben, gelber Farbstich, Bücherregal im Hintergrund
Vorher: Deckenlampe, gelber Farbstich, Bücherregal. Die abgebildeten Personen sind nicht real, alle Bilder in diesem Artikel sind zu Demonstrationszwecken erzeugt.
Dieselbe Frau als Bewerbungsfoto vor hellgrauem Hintergrund im dunklen Blazer
Nachher: gleiche Person, gleiche Wellen im Haar, gleiche Sommersprossen. Verändert wurden Licht, Hintergrund, Kleidung und Ausschnitt.

Licht: ein Fenster, sonst nichts

Die grösste Verbesserung kostet null Franken und besteht darin, das Zimmer zu wechseln. Suchen Sie das grösste Fenster der Wohnung und stellen Sie sich so hin, dass es seitlich vor Ihnen steht, etwa im Winkel von fünfundvierzig Grad. Steht das Fenster hinter Ihnen, belichtet die Kamera auf das Fenster und Ihr Gesicht wird dunkel. Stehen Sie direkt davor, brennt eine Gesichtshälfte aus.

Dazu drei Punkte:

  • Deckenlampe aus. Tageslicht und Glühbirne haben verschiedene Farben. Mischt sich beides, bekommt die Haut einen Stich, den die Kamera nicht korrigieren kann, weil sie nur einen Weissabgleich hat. Das Bild oben ist genau dieser Fall.
  • Bedeckter Himmel ist besser als Sonne. Eine Wolkendecke ist eine Riesensoftbox. Direkte Sonne durchs Fenster erzeugt harte Kanten im Gesicht.
  • Kein Blitz. Der Handyblitz sitzt neben dem Objektiv und leuchtet das Gesicht flach aus, während er hinter Ihnen einen harten Schatten an die Wand wirft.

Wenn es im Zimmer zu dunkel ist, hebt das Handy die Empfindlichkeit an, und dann wird das Bild körnig. Rauschen ist reparabel, aber es kostet Detail im Gesicht. Lieber tagsüber ans Fenster als abends unter die Lampe.

Abstand: warum die Selfie-Kamera das Gesicht verzieht

Die Frontkamera ist nicht schlechter als die Hauptkamera, sie wird nur falsch benutzt. Bei ausgestrecktem Arm liegen zwischen Objektiv und Nasenspitze etwa vierzig bis fünfzig Zentimeter, die Ohren sitzen noch einmal gut fünfzehn Zentimeter weiter hinten. Das sind rund ein Drittel mehr Abstand, und genau dieses Verhältnis bildet die Kamera ab: Die Nase wird gross, die Ohren verschwinden nach hinten, das Gesicht wirkt schmaler und die Stirn höher, als sie sind. Der Grund ist nicht die Linse, sondern der Abstand.

Aus anderthalb bis zwei Metern sind dieselben fünfzehn Zentimeter nur noch acht bis zehn Prozent, und das sieht man im Bild nicht mehr. Dafür gibt es zwei Wege:

  1. Jemand anderes drückt ab. Die schnellste Lösung. Bitten Sie die Person, die Hauptkamera zu nehmen, sich anderthalb bis zwei Meter hinzustellen und dann optisch heranzuzoomen, falls das Handy hinten ein zweites, längeres Objektiv hat. Nicht näher gehen, sondern zoomen.
  2. Stativ oder Bücherstapel plus Selbstauslöser. Auch ein an eine Kiste gelehntes Handy tut es. Stellen Sie den Selbstauslöser auf zehn Sekunden oder nehmen Sie eine Serie auf, damit Sie nicht im Moment des Auslösens blinzeln.

"Frag doch einen Bekannten mit einem iPhone im Portrait Modus ein Foto von dir zu machen. Die Qualität geht absolut klar."
Kommentar in r/arbeitsleben, 13. Januar 2024

Die Gegenstimme im selben Forum ist genauso ernst zu nehmen: Man sehe den Unterschied zwischen einem professionell ausgeleuchteten Porträt und einem Handyfoto sehr wohl. Das trifft zu, und zwar vor allem bei Licht und Haltung. Beides kostet kein Geld, nur Aufmerksamkeit.

Die Aufstellung von oben gesehen

Aufstellung von oben gesehen: das Fenster seitlich links, die Person mittig vor einer hellen Wand, die Kamera auf Augenhöhe in anderthalb bis zwei Metern Abstand. Fenster seitlich, nicht hinten Licht von der Seite Helle, glatte Wand im Rücken Person, Blick zur Kamera Hauptkamera, auf Augenhöhe 1,5 bis 2 m ca. 1 m
Die Aufstellung von oben. Der Meter Abstand zur Wand sorgt dafür, dass der eigene Schatten nicht hinter dem Kopf klebt. Die anderthalb bis zwei Meter zur Kamera nehmen dem Gesicht die Verzerrung. Wichtig ist ausserdem, was nicht eingezeichnet ist: die Deckenlampe bleibt aus.

Vier Dinge, die Sie am Aufnahmeort entscheiden

Hintergrund

Eine glatte, helle Wand, und Sie stehen etwa einen Meter davor, damit kein Schatten daran klebt. Bei der Farbe widersprechen sich die Schweizer Quellen offen: jobs.ch rät zu einem neutralen und ruhigen Hintergrund, "der jedoch nicht weiss sein sollte", die französische Schwesterseite jobup.ch empfiehlt für dieselbe Zielgruppe "un fond neutre avec un arrière-plan blanc ou gris clair uni", also weiss oder einheitliches Hellgrau. Die Schnittmenge, auf die sich beide einigen könnten, ist ein ruhiges Hellgrau. Türrahmen, Kleiderhaken, Poster und Fensterkreuze ziehen den Blick vom Gesicht weg.

Augenhöhe

Die Kamera gehört auf die Höhe Ihrer Augen. Von unten fotografiert wirkt das Kinn schwer und der Blick herablassend, von oben wirkt es unterwürfig. Wenn jemand anderes fotografiert und kleiner ist als Sie, dann soll sich diese Person auf einen Stuhl stellen, nicht die Kamera hochhalten und nach unten kippen.

Kleidung

Die brauchbarste Regel stammt vom Fotografen-Ratgeber auf jobs.ch:

"Verkleide dich nicht für das Bewerbungsfoto, sondern ziehe an, was du auch für ein Vorstellungsgespräch anziehen würdest."

Dieselbe Quelle ordnet das nach Branche: Bluse und Blazer oder Krawatte beim Notariat, bei einem jungen Unternehmen mit offener Firmenkultur darf es legerer sein. Praktisch gilt zusätzlich: keine feinen Karos und Streifen, weil sie auf kleinen Bildern flimmern, und ein Kragen, der sitzt. Welche Farbe zu welchem Dossier passt, steht ausführlicher unter Kleidung, Hintergrund, Ausdruck.

Ausdruck

jobs.ch erlaubt ausdrücklich mehr, als die meisten annehmen: "Du kannst also durchaus lächeln oder deine Zähne zeigen." Andere Schweizer Ratgeber empfehlen ein dezentes Lächeln. Was in allen Quellen negativ auffällt, ist der starre Passbildblick. Zwei Tricks aus der Praxis: einmal tief ausatmen, bevor ausgelöst wird, und zwischen den Aufnahmen kurz wegschauen und dann wieder in die Linse. Machen Sie zwanzig bis dreissig Aufnahmen und suchen Sie erst danach aus. Beim Durchsehen zählt ein einziges Kriterium: Sind beide Augen offen, entspannt und gleich weit?

Was reparabel ist und was nicht

Ob danach Photoshop, ein Werkzeug oder gar nichts folgt, ändert an dieser Trennung nichts. Manche Mängel stecken im Bild und sind nachträglich zu beheben. Andere sind fehlende Information, und fehlende Information kann niemand zurückholen, ohne sie zu erfinden.

Lässt sich beheben Lässt sich nicht beheben
Hintergrund, auch ein unaufgeräumter Bewegungsunschärfe im Gesicht
Farbstich durch Lampen- oder Neonlicht Geschlossene Augen oder Blick daneben
Kleidung, inklusive T-Shirt Gesicht zur Hälfte im tiefen Schatten, andere Hälfte ausgebrannt
Leicht zugekniffene Augen, gerunzelte Stirn Aufnahme aus vierzig Zentimetern mit starker Verzerrung
Schiefe Schultern, gekippter Horizont Gesicht zu klein im Bild, also zu wenige Pixel
Bildrauschen bei wenig Licht, in Grenzen Extreme Untersicht von unterhalb des Kinns

In allen sechs Fällen der rechten Spalte fehlen Daten über Ihr Gesicht. Wer sie trotzdem ergänzt, erfindet ein Gesicht, das Ihrem ähnlich sieht. Auffallen würde das spätestens im Vorstellungsgespräch, und angelegt ist es schon im Ausgangsbild.

Handyfoto einer Frau auf einem Parkplatz, Sonne von vorn, Augen zusammengekniffen
Vorher: Sonne frontal, deshalb zugekniffene Augen und angespannte Stirn. Ein Grenzfall, weil die Augen noch offen sind.
Dieselbe Frau als Bewerbungsfoto vor grauem Hintergrund, Augen offen und entspannt
Nachher: Augen geöffnet, Stirn entspannt, Lidform gleich. Falten, Haaransatz und Alter bleiben stehen, ein verjüngtes Bild wäre im Gespräch ein Problem.
Handyfoto eines Mannes mit Brille und Bart, nachts in der Küche mit Blitz aufgenommen
Vorher: Handyblitz nachts in der Küche, harter Schatten an der Wand, Brille und Bart.
Derselbe Mann als Bewerbungsfoto mit derselben Brillenfassung vor unscharfem hellem Büro
Nachher: dieselbe Fassungsform, dieselbe Bartlänge. An genau diesem Fall scheitern viele Anbieter, sie erfinden Brillen oder rechnen den Bart weg.

Format und Platz im Schweizer Dossier

Die Schweizer Quellen nennen unterschiedliche Masse. In Hochformat, Platzierung und Ausschnitt stimmen sie überein.

  • Grösse. CV Pics nennt als klassisches Format 4 bis 5 cm breit und 5 bis 7 cm hoch, jobs.ch nennt rund 4 mal 5 cm als Standard, die Career Services der Universität Zürich nennen 4,5 mal 6,5 bis 6 mal 9 cm.
  • Hochformat, erste Seite, obere Ecke. Darin stimmen alle geprüften Quellen überein, rechts ist häufiger als links.
  • Ausschnitt. Die Universität Zürich schreibt, der Bildausschnitt solle sich "auf den Kopf und die Schulterpartien begrenzen".
  • Alter. Ebenfalls Universität Zürich: höchstens zwei Jahre alt.
  • Dateigrösse. CV Pics empfiehlt, das gesamte Dossier als PDF unter 1,5 MB zu halten. Ein Foto direkt aus der Handykamera sprengt das allein.
  • Körperdrehung. Nach derselben Quelle sollen Sie sich der Seitenmitte zudrehen, bei einem Foto oben rechts also nach links. Spiegeln ist erlaubt.
  • Kein schwarzer Rahmen. CV Pics rät davon ab, weil das Bild sonst wie eine Todesanzeige wirken kann.

Ob das Foto im Schweizer Lebenslauf überhaupt hingehört, ist eine eigene Frage. Sie wird im Überblick zum Bewerbungsfoto Schweiz mit den Schweizer Quellen beantwortet.

In eigener Sache: was ein Werkzeug daraus macht

Ab hier geht es um das Angebot dieser Seite. Alles oben funktioniert ohne das, was jetzt folgt.

Was ein Werkzeug übernimmt, sind die Punkte aus der linken Spalte der Tabelle: Hintergrund, Licht, Kleidung, Ausschnitt und Format. Was es nicht übernehmen darf, ist Ihr Gesicht. In der Anweisung, die diese Seite an das Bildmodell schickt, steht der Absatz über die Identität deshalb vor der Beschreibung des Stils. Bildmodelle gewichten frühe Anweisungen stärker, und die erste Anweisung lautet hier, dass diese Person dieselbe bleiben muss.

In diesem Absatz stehen Verbote, nicht Wünsche. Nicht verschönern. Gesicht und Körper nicht schmaler rechnen. Haut nicht glätten, sondern Poren, Sommersprossen, Muttermale, Narben und Falten stehen lassen. Nicht jünger und nicht älter machen. Hautton nicht verändern und nicht aufhellen. Augenfarbe nicht ändern. Zähne nicht bleichen. Bart weder hinzufügen noch entfernen. Bei Brillenträgern dieselbe Fassungsform behalten, die Bügel korrekt zu den Ohren führen und die Augen hinter den Gläsern nicht verzerren.

Diese Liste steht da, weil jedes Bildmodell glättet und verjüngt, wenn man es nicht daran hindert. Wer im Vorstellungsgespräch anders aussieht als auf dem Bild, hat sich damit geschadet. Dazu kommt das Urteil der Schweizer Personalberatung Robert Half: Recruiterinnen und Recruiter berichten, dass "allzu perfekte Fotos schnell als künstlich entlarvt werden und im Zweifel eher Skepsis als Begeisterung auslösen".

Der zweite Teil der Anweisung beschreibt Handwerk, das im Wohnzimmer fehlt: ein Porträt von Kopf und Schultern im Hochformat, Augen auf der oberen Drittellinie, Schärfe auf den Augen, sichtbare Hautstruktur, ein Lichtreflex in beiden Augen, neutraler Weissabgleich, gerade Schultern, kein gekippter Horizont. Zugekniffene Augen werden geöffnet und eine gerunzelte Stirn entspannt, die Lidform bleibt dabei dieselbe. Vier Stile, jeder in zwei Varianten, ergeben acht Bilder für CHF 8.90. Wie das Schritt für Schritt abläuft, steht unter So funktioniert es, und unter Muster liegen weitere Vorher-Nachher-Paare, darunter dieselben Fälle wie oben.

Zwei Grenzen gehören dazu. Erstens: Für Pass, Identitätskarte und Aufenthaltsbewilligung ist ein so erzeugtes Bild nicht zulässig. fedpol-Sprecherin Imane Rekkas sagte gegenüber 20 Minuten, das Foto dürfe nicht "retuschiert oder sonst wie bearbeitet sein, ob mit KI oder anderen Mitteln spielt keine Rolle". Für Bewerbungen stellt derselbe Artikel KI-Werkzeuge ausdrücklich als nutzbare Option vor. Zweitens: Ein schlechtes Ausgangsbild wird nicht gut, es wird nur sauber angezogen. Woran man ein misslungenes Ergebnis erkennt, steht in der Checkliste zu schlechten KI-Bewerbungsfotos.

Die Kurzfassung

Ans Fenster stellen, Deckenlampe aus. Hauptkamera statt Frontkamera, anderthalb bis zwei Meter Abstand, jemand drückt ab oder das Handy liegt auf einem Stapel Bücher. Kamera auf Augenhöhe, helle glatte Wand einen Meter hinter Ihnen, Oberteil wie fürs Vorstellungsgespräch, zwanzig bis dreissig Aufnahmen. Dann in Ruhe aussuchen: beide Augen offen, Gesicht gleichmässig ausgeleuchtet, kein Bewegungsunschärfe-Schleier.

Damit haben Sie den Rohstoff. Was Sie daraus machen, mit Bildbearbeitung, mit einem Fotografen als Vergleich oder mit dem Upload hier, ist die zweite Entscheidung und eine kleinere.

Quellen

  1. jobs.ch Job-Coach: Das Bewerbungsfoto für den Lebenslauf, https://www.jobs.ch/de/job-coach/bewerbungsfoto-fuer-den-lebenslauf/, abgerufen 2026-09-14
  2. jobs.ch Job-Coach: Bewerbungsfoto, Tipps vom Fotograf, https://www.jobs.ch/de/job-coach/bewerbungsfoto-tipps-vom-fotograf/, abgerufen 2026-09-14
  3. jobup.ch: La photo de candidature (französische Fassung derselben Plattform), https://www.jobup.ch/fr/job-coach/conseils-checklistes/photo-de-candidature/, abgerufen 2026-09-14
  4. Nexaria: Foto im Lebenslauf, https://www.nexaria.ch/faq/lebenslauf-bewerbung/foto-im-lebenslauf/, abgerufen 2026-09-14
  5. CV Pics Karriereratgeber: Format von Bewerbungsfotos (publiziert 2021-06-30, aktualisiert 2022-06-08), https://www.cvpics.ch/karriereratgeber/bewerbungsfoto/format-bewerbungsfotos/, abgerufen 2026-09-14
  6. Career Services Universität Zürich: Lebenslauf, https://www.careerservices.uzh.ch/de/ratgeber/bewerbung/bewerbungsdossier/Lebenslauf.html, abgerufen 2026-09-14
  7. Robert Half Schweiz: KI-generierte Bewerbungsbilder, was Recruiter und Bewerber wissen müssen (Stand Mai 2025), https://www.roberthalf.com/ch/de/insights/karriereentwicklung/ki-generierte-bewerbungsbilder-was-recruiter-und-bewerber-wissen-muessen, abgerufen 2026-09-14
  8. 20 Minuten: KI-Porträts, erlaubt für Bewerbungen, verboten für den Pass (23.03.2025), https://www.20min.ch/story/bildbearbeitung-portraetfoto-aufpolieren-mit-ki-worauf-du-achten-musst-103308970, abgerufen 2026-09-14

Fragen dazu

Kann man ein Bewerbungsfoto mit dem Handy selber machen?

Die Aufnahme ja. Moderne Handykameras lösen für ein Foto von 4 mal 5 Zentimetern im Lebenslauf mehr als genug auf. Es braucht Licht von einem Fenster, einen Abstand von rund anderthalb bis zwei Metern und die Kamera auf Augenhöhe. Was danach fehlt, sind Hintergrund, Zuschnitt und Kleidung.

Warum soll ich nicht die Selfie-Kamera nehmen?

Nicht wegen der Linse, sondern wegen des Abstands. Aus Armlänge, also etwa 40 bis 50 Zentimetern, sitzen die Ohren rund ein Drittel weiter vom Objektiv entfernt als die Nasenspitze, und genau dieses Verhältnis bildet die Kamera ab. Die Nase wirkt gross, die Ohren verschwinden, das Gesicht wirkt schmaler als es ist. Aus anderthalb bis zwei Metern sind es noch acht bis zehn Prozent, und der Effekt ist weg.

Welcher Hintergrund ist für ein Schweizer Bewerbungsfoto richtig?

Hell, glatt, ohne Muster. Die Schweizer Quellen widersprechen sich im Detail: jobs.ch rät zu einem neutralen Hintergrund, der jedoch nicht weiss sein soll, die französische Schwesterseite jobup.ch empfiehlt ausdrücklich weiss oder hellgrau. Die Schnittmenge ist ein ruhiges Hellgrau.

Darf ich auf dem Bewerbungsfoto lächeln?

Ja. jobs.ch schreibt wörtlich: Du kannst also durchaus lächeln oder deine Zähne zeigen. Andere Schweizer Ratgeber empfehlen ein dezentes Lächeln. Was in allen Quellen negativ auffällt, ist das Gegenteil: der starre, passbildhafte Blick.

Ist ein Bewerbungsfoto aus dem Handy auch für den Pass verwendbar?

Nein. Die fedpol-Sprecherin Imane Rekkas sagte gegenüber 20 Minuten, ein Pass- oder ID-Foto dürfe nicht retuschiert oder sonst wie bearbeitet sein, ob mit KI oder anderen Mitteln spiele keine Rolle. Für Bewerbungen gelten diese Vorschriften nicht.

Wie alt darf das Foto sein?

Die Career Services der Universität Zürich nennen maximal zwei Jahre. Dahinter steht kein Formalismus, sondern der praktische Punkt: Wer im Vorstellungsgespräch anders aussieht als auf dem Bild, hat sich selbst geschadet.

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