Kleidung, Hintergrund, Ausdruck: was auf dem Bewerbungsfoto wirkt
Welche Kleidung zu welcher Schweizer Branche passt, welcher Hintergrund trägt, wie viel Lächeln erlaubt ist. Mit Bildvergleich.
Ziehen Sie an, was Sie zum Vorstellungsgespräch anziehen würden: das ist die einzige Kleiderregel, die in allen Schweizer Ratgebern steht. Beim Hintergrund widersprechen sich die Quellen offen, die Schnittmenge ist ein heller, neutraler Grauton. Lächeln ist erlaubt, Zähne auch, und ein Bild, das zu makellos wirkt, schadet mehr als eines mit sichtbaren Falten.
Die Faustregel, die den Rest überflüssig macht
Der Fotograf, den jobs.ch für seinen Job-Coach befragt hat, formuliert es so:
"Verkleide dich nicht für das Bewerbungsfoto, sondern ziehe an, was du auch für ein Vorstellungsgespräch anziehen würdest."
Das klingt banal und erledigt trotzdem die meisten Detailfragen. Wer im Anzug fotografiert wird, den er sonst nie trägt, sitzt im Gespräch in etwas anderem da, und das Bild hat dann etwas angekündigt, was niemand einlöst. Dieselbe Quelle nennt auch das Gegenbeispiel: bei einer Bewerbung beim Notariat sind Bluse und Blazer oder eine Krawatte gefragt, bei einem jungen Unternehmen mit offener Firmenkultur darf es legerer sein.
Alles Weitere ist die Übersetzung dieses Satzes in Schweizer Branchen.




Vier Aufnahmen derselben Person, gleiche Kamera, gleicher Ausschnitt. Unterschiedlich sind nur Kleidung, Hintergrund und Licht. Keine der in diesem Artikel abgebildeten Personen ist real, alle Bilder stammen aus dem Werkzeug dieser Seite.
Kleidung nach Branche
Eine belastbare Schweizer Aufschlüsselung gibt es nur in grober Auflösung. job-selection.ch teilt den Arbeitsmarkt in zwei Lager: Finanz und Versicherung, öffentliche Verwaltung, Pflege und Sozialwesen, Detailhandel, Bildung sowie Führungspositionen erwarten formelle Kleidung, bei IT und Software, Startups, Kreativbranchen und internationalen Konzernen ist sie optional. Feiner wird es in Schweizer Quellen nicht. Was unten zu Handwerk und Gesundheitswesen steht, ist Konvention und Beobachtung, nicht Beleg, und deshalb als solche gekennzeichnet.
Bank und Versicherung
Dunkler Blazer oder Sakko, darunter ein weisses oder hellblaues Hemd oder eine Bluse. Krawatte nur, wenn Sie im Gespräch auch eine tragen würden, und dann einfarbig. Keine Muster, keine Logos. job-selection.ch zählt Finanz und Versicherung zu den Branchen, in denen formelle Kleidung erwartet wird. Wo eine Erwartung so fest sitzt, wird jede Abweichung davon als Aussage gelesen, auch wenn sie nicht so gemeint war.
Verwaltung und KV
Dasselbe, eine Nuance weniger streng. Blazer ja, Krawatte optional. Wer sich auf eine kaufmännische Lehrstelle bewirbt, braucht keinen Anzug: ein sauberes Hemd oder eine Bluse genügt, und ein geliehenes Sakko, das an den Schultern nicht passt, fällt stärker auf als gar keines.
Technik und Startup
Hier schlägt Überkleidung nach hinten los. Ein einfarbiges Hemd, eine Bluse oder ein feiner Pullover, kein Schlips. Wie deutlich das empfunden wird, zeigt ein Kommentar aus dem Forum r/arbeitsleben:
"Ich kann mir, wenn ich mir die üblichen Bewerbungsfotos von Leuten in den üblichen 100 Euro C&A Anzügen anschaue, beim besten Willen nicht vorstellen, dass irgendjemand, insbesondere ein Recruiter, damit etwas positives verbindet." u/GianniLuL, r/arbeitsleben, 2022-12-08
Das ist eine Einzelstimme aus Deutschland und kein Schweizer Befund. Sie zeigt aber, worauf man sich einstellt: in solchen Teams ist der Anzug kein neutrales Signal.
Gesundheit und Soziales
Hell und zugewandt statt formell. Eine helle Bluse oder ein helles Hemd, dazu ein Cardigan oder ein leichter Blazer in Beige oder Grau. Berufskleidung auf dem Bewerbungsfoto ist unüblich, auch wenn sie naheliegt: das Foto zeigt die Person, nicht die Funktion. Für den Bereich Pflege ordnet job-selection.ch formelle Kleidung im Übrigen dem erwartenden Lager zu, was zur Beobachtung passt, dass gerade in Institutionen mit viel Kundenkontakt eher konservativ fotografiert wird.
Bildung
Ähnlich wie Gesundheit, nur eine Spur formeller. Für eine Bewerbung an einer Volksschule oder einem Gymnasium ist ein Hemd oder eine Bluse mit Blazer die sichere Wahl. Was hier deutlicher zählt als anderswo: das Bild sollte ansprechbar wirken. Ein Porträt mit vollkommen neutralem Gesichtsausdruck passt schlecht zu einem Beruf, in dem man den ganzen Tag vor Menschen steht.
Detailhandel
Gepflegt, einfarbig, nicht überformell. Wer sich in einer Filiale bewirbt, wird dort in einer Uniform oder in schlichter Arbeitskleidung stehen, und ein Foto im Dreiteiler erzeugt dazu eine Lücke. Ein sauberes Hemd oder eine Bluse in einer ruhigen Farbe trifft es.
Handwerk
Hier ist die Quellenlage am dünnsten, für die Schweiz gibt es keine belegte Empfehlung. Üblich ist ein Hemd oder ein Polo, sauber und einfarbig, ohne Blazer. Werkzeug, Warnweste oder Firmenkleidung gehören nicht aufs Bewerbungsfoto, aus dem gleichen Grund wie im Gesundheitswesen. Wer eine Lehrstelle sucht, kommt mit einem einfachen Hemd weiter als mit dem Anzug des Vaters.
Über alle Branchen hinweg gelten drei Dinge, die keine Geschmacksfrage sind: einfarbig schlägt gemustert, weil feine Muster in der Komprimierung fürs Bewerbungsportal flimmern. Das Kleidungsstück muss an den Schultern sitzen, weil ein schlecht sitzender Blazer im Porträtausschnitt sofort auffällt. Und Logos gehören nicht aufs Bild, auch nicht kleine.
Ein Detail, das CV Pics nennt und das sonst niemand erwähnt: Wenn Ihr Lebenslauf blaue Überschriften hat, können Sie das Hemd oder die Krawatte darauf abstimmen. Das Dossier wirkt dann wie ein Dokument statt wie eine Sammlung.
Der Hintergrund, und ein Widerspruch, den man kennen sollte
Dieselbe Schweizer Stellenplattform sagt in zwei Sprachen zwei verschiedene Dinge.
| Quelle | Aussage zum Hintergrund |
|---|---|
| jobs.ch (Deutsch) | "Achte auf einen neutralen und ruhigen Hintergrund, der jedoch nicht weiss sein sollte" |
| jobup.ch (Französisch, gleiche Plattform) | "un fond neutre avec un arrière-plan blanc ou gris clair uni" |
| jobcloud.ch (Deutsch) | Das Foto soll "vor einem neutralen Hintergrund gemacht worden sein" |
Die deutsche Fassung rät von Weiss ab, die französische empfiehlt es. Dieser Widerspruch bleibt hier stehen, denn es gibt keine Norm, auf die sich eine der beiden Redaktionen berufen könnte, und beide schreiben für denselben Arbeitsmarkt. Brauchbar ist die Schnittmenge: ein heller, neutraler Grauton ohne Struktur verstösst gegen keine der drei Aussagen. Er ist ruhig, er ist neutral, und er ist nicht weiss.
Zwei Gründe sprechen unabhängig von der Debatte gegen reines Weiss. Der erste ist Kontur. Wer helle Kleidung trägt, verschmilzt vor weissem Grund mit dem Hintergrund, und im Ausdruck auf Papier verschwindet die Schulterlinie ganz. Auf den Bildern oben ist das der Unterschied zwischen dem hellen und dem klassischen Stil: beide funktionieren, aber der helle braucht mehr Licht auf den Haaren, damit der Kopf nicht ausfranst.
Der zweite betrifft das runde Format. CV Pics weist darauf hin, dass ein rundes Foto ohne farbigen Hintergrund oder ohne dunkle Spalte im Layout keine sichtbare Kante hat und damit als Form verschwindet.
Weg bleibt in jedem Fall das Bücherregal, die Wohnzimmerwand, der Vorhang, das Firmengebäude. jobs.ch und Nexaria listen Ferienfotos, Automatenfotos und Selfies gemeinsam als das, was unprofessionell wirkt. Wenn Sie den Hintergrund nicht kontrollieren können, ist das genau der Punkt, an dem ein Werkzeug sinnvoll wird: wie aus einem Handyfoto ein brauchbarer Hintergrund entsteht, steht in Bewerbungsfoto mit dem Handy, und die vier Varianten sehen Sie unter Muster.
Lächeln oder nicht
Das ist die am häufigsten gestellte Detailfrage zum Bewerbungsfoto, und die Schweizer Quellenlage ist ungewöhnlich eindeutig. jobs.ch schreibt:
"Du kannst also durchaus lächeln oder deine Zähne zeigen."
mein-studium-karriere.ch empfiehlt, "dezent" zu lächeln, das wirke sympathisch und offen. Nexaria fasst das Ziel in drei Worten: authentisch, kein Passbild, aber auch kein Mode-Shooting.
Offen ist damit nur noch, wie viel. Die Branchenlogik von oben gibt die Antwort. In Bank, Versicherung und Verwaltung ist das geschlossene, ruhige Lächeln die sichere Wahl. In Gesundheit, Bildung, Sozialem und Detailhandel darf der Mund offen sein, weil Zugewandtheit dort Teil der Arbeit ist. In Technik und Startup ist beides in Ordnung, weil das Foto insgesamt weniger gewichtet wird.




Was nicht funktioniert, ist das Lächeln auf Kommando, bei dem sich nur der Mund bewegt. Im Forum r/arbeitsleben drehte sich ein ganzer Thread um genau diesen Fall, ein "gequältes, trauriges Lächeln auf seriösem Bewerbungsfoto". Wenn Sie zwischen einem angestrengten Lächeln und einem ruhigen, wachen Blick wählen müssen, nehmen Sie den Blick.
Brille
Wer eine Brille trägt, trägt sie auf dem Bewerbungsfoto. Alles andere erzeugt im Gespräch eine kleine Irritation, die niemand braucht. Prüfen lässt sich das Ergebnis an drei Stellen.
Auf den Gläsern darf kein Lichtfleck liegen, der die Augen verdeckt. Bei frontalem Blitz ist er fast unvermeidlich, und das ist der Hauptgrund, warum Brillenträger mit dem Handyblitz keine brauchbaren Porträts bekommen. Seitliches, weiches Licht löst das.
Die Bügel laufen seitlich auf Höhe der Schläfen zum Ohr, nicht quer durch die Augenpartie. Eine Brille, die auf der Nase zu tief sitzt, schiebt sie optisch über die Augen. Und starke Gläser verkleinern oder vergrössern die Augen, was sich fotografisch kaum verhindern lässt. Ein Bild, auf dem dieser Effekt viel stärker ausfällt als in echt, sieht falsch aus.
Bei KI-Werkzeugen sitzt die grösste Schwäche genau hier, und zwar anders, als man erwartet: Das häufigste Problem sind erfundene Brillen. In öffentlichen Kundenbewertungen internationaler Anbieter taucht dieser Fall immer wieder auf:
"Die Bilder sehen nicht aus wie ich, mir wurde eine Brille rein retuschiert, obwohl ich keine Brille trage." HERT EDUARD, 1 Stern, Bewerbungsbild AI, 12.01.2026
Umgekehrt berichten Brillenträger von verzerrten Gesichtern und schief sitzenden Fassungen. Beides hat denselben Grund. Modelle, die ein neues Porträt erzeugen statt ein vorhandenes zu bearbeiten, behandeln die Brille als Stilmerkmal, nicht als Gegenstand, der auf einem bestimmten Gesicht sitzt. Welcher Weg hier gewählt wurde, steht unter So funktioniert es.
Bart, Kopftuch, Tattoos, Schmuck, Haarfarbe
Für alles, was zu Ihnen gehört, gilt derselbe Satz wie für die Kleidung, nur strenger: Was Sie im Gespräch tragen, tragen Sie auf dem Bild.
Bart. Gepflegt, sonst keine Regel. Ein Dreitagebart ist kein Makel und ein Vollbart kein Statement.
Kopftuch. Wer ein Kopftuch trägt, trägt es auch im Gespräch, und damit gehört es aufs Foto. Die unbequeme Zahl dazu soll trotzdem hier stehen, weil sie existiert: In einem Feldexperiment von Doris Weichselbaumer mit identischen Bewerbungsunterlagen lag die Rückrufquote bei einem deutschen Namen bei 18,8 Prozent, bei einem türkischen Namen bei 13,5 Prozent, und bei einem türkischen Namen mit Kopftuch auf dem Bewerbungsfoto bei 4,2 Prozent. Für eine Stelle in der Bilanzbuchhaltung musste dieselbe Bewerberin 7,6-mal so viele Bewerbungen schreiben. Das ist eine deutsche Erhebung aus dem Jahr 2016, keine Schweizer, und es ist keine Empfehlung. Es ist der Grund, weshalb manche Bewerberinnen das Foto ganz weglassen, und weshalb diese Entscheidung nicht von einem Ratgeber getroffen wird, sondern von der Person, die sich bewirbt. Ob ein Foto in der Schweiz überhaupt nötig ist, steht in Foto im Schweizer Lebenslauf.
Tattoos. Im Porträtausschnitt ist ohnehin fast nur sichtbar, was an Hals und Händen liegt. Wegretuschieren ist die schlechteste Option, weil das Bild dann eine Aussage macht, die im Gespräch zurückgenommen wird.
Schmuck. Dezent, und vor allem: derselbe wie sonst. Bei KI-Fotos ist Schmuck eine bekannte Fehlerquelle. In Kundenbewertungen internationaler Anbieter finden sich verschmolzene Ohrringe, unvollständige Ketten, Silber und Gold im selben Bild und Uhren, die der Person nie gehört haben. Wenn Sie ein generiertes Bild prüfen, schauen Sie zuerst auf Ohren, Hals und Handgelenk.
Haarfarbe und Frisur. Gefärbte Haare sind kein Thema, solange die Farbe am Tag des Gesprächs dieselbe ist. Offen oder zusammengebunden ist Geschmackssache. Fotografisch geben zusammengebundene Haare eine klarere Silhouette, offene Haare vor hellem Grund brauchen Licht von hinten, sonst fransen sie aus.
Der Ausdruck: was "freundlich und wach" konkret heisst
Freundlich und wach ist der am häufigsten gegebene und am wenigsten nützliche Rat zum Bewerbungsfoto. Übersetzt in Dinge, die man an einem Bild nachprüfen kann, heisst er:
- Beide Augen sind gleich weit offen und nicht zusammengekniffen. Das ist der häufigste Grund, warum ein sonst gutes Selfie unbrauchbar ist, meistens wegen Sonne von vorn.
- Die Stirn ist entspannt, keine Querfalte vom Anstrengen.
- Der Blick geht in die Linse, nicht daran vorbei. Ein Blick zur Seite wirkt auf einem Bewerbungsfoto ausweichend, auch wenn er auf einem Porträt schön sein kann.
- In beiden Augen liegt ein kleiner Lichtreflex. Fehlt er, wirken die Augen tot, und genau das meinen Leute, wenn sie ein Bild "irgendwie komisch" finden.
- Die Schultern sind gerade und leicht zur Kamera gedreht, nicht hochgezogen.
Dazu kommt ein Punkt, den zwei Schweizer HR-Quellen unabhängig voneinander nennen: Ein Bild, das zu perfekt ist, schadet.
Robert Half Schweiz empfiehlt KI-Bewerbungsbilder ausdrücklich, wenn es schnell und günstig gehen muss, und schreibt im selben Text:
"Recruiter:innen berichten, dass allzu perfekte Fotos schnell als künstlich entlarvt werden und im Zweifel eher Skepsis als Begeisterung auslösen."
Die Zürcher Personalberatung Schluchter, Licci & Partner hat ein KI-Foto selbst ausprobiert und beschreibt das Ergebnis als "bearbeitet, die Haut erscheint unnatürlich perfekt". Beide Stimmen kritisieren dabei nicht die KI-Herkunft, sondern eine Haut ohne Poren, Falten und Muttermale. Sie fällt auf, und was auffällt, wird geprüft.
Für die Praxis heisst das, dass Hautstruktur, Falten und das sichtbare Alter stehen bleiben sollten. Ein Bild, das zehn Jahre jünger aussieht als Sie, arbeitet gegen Sie, spätestens wenn Sie den Raum betreten.
Vier Stile, und warum es genau diese sind
Die vier Bilder ganz oben decken die Achse aus der Grafik mit vier Punkten ab.
Klassisch ist das Bild, das Schweizer Personalabteilungen seit Langem sehen: grauer Studiohintergrund, dunkles Sakko, ruhiges Licht. Es fällt nicht auf, und in Bank, Versicherung, Verwaltung, Recht und KV ist genau das der Zweck.
Modern sieht nach Arbeitsplatz aus statt nach Fotostudio. Der Hintergrund ist ein helles Büro, weit genug unscharf, dass nichts darin ablenkt, die Kleidung kommt ohne Krawatte aus. Für Technik, Startup, Marketing und Agentur.
Hell setzt auf helle Kleidung vor hellem Grund und offenes Licht. Zugewandt, ohne unseriös zu werden. Für Gesundheit, Bildung, Soziales und Detailhandel, also überall dort, wo Menschen mit Menschen arbeiten.
Draussen nimmt Tageslicht und eine unscharfe Umgebung. Das ist das Bild, das auf LinkedIn nicht wie ein Passfoto wirkt und trotzdem professionell bleibt. Für Kommunikation, Beratung und Verkauf.
Alle vier entstehen aus demselben Handyfoto, mit demselben Gesicht. Was sich ändert, sind Kleidung, Hintergrund und Licht, also genau die drei Dinge, um die es in diesem Artikel geht. Acht Bilder kosten CHF 8.90, und Sie können sie sich vorher unter Muster ansehen, bevor Sie ein Foto hochladen. Was rundherum in der Schweiz gilt, von Format über Kosten bis zur Frage, ob es das Foto überhaupt braucht, steht in Bewerbungsfoto Schweiz.
Die kurze Liste zum Abhaken
- Kleidung: das, was Sie zum Gespräch anziehen würden, einfarbig, gut sitzend, ohne Logo
- Hintergrund: hell, neutral, ruhig, ohne Struktur. Grau ist die Schnittmenge aller Schweizer Quellen
- Ausdruck: Augen offen und gleichmässig, Stirn entspannt, Blick in die Linse, Lichtreflex in beiden Augen
- Lächeln: erlaubt, Zähne auch. Dezent in konservativen Branchen, offener dort, wo man mit Menschen arbeitet
- Brille: mit, wenn Sie sie tragen. Keine Reflexe, Bügel korrekt, Augen unverzerrt
- Alles Persönliche bleibt: Bart, Kopftuch, Tattoo, Schmuck, Haarfarbe
- Hochformat, erste Seite, obere Ecke. jobs.ch nennt rund 4 mal 5 cm als Standard, die Career Services der Universität Zürich 4,5 mal 6,5 bis 6 mal 9 cm. Eine verbindliche Norm gibt es nicht mehr
- Nicht älter als ein bis zwei Jahre, je nach Quelle
- Kein schwarzer Rahmen, kein Schwarzweiss, kein Selfie als Endergebnis
Quellen
- jobs.ch, Job-Coach: Bewerbungsfoto, Tipps vom Fotograf, https://www.jobs.ch/de/job-coach/bewerbungsfoto-tipps-vom-fotograf/, abgerufen 2026-09-14
- jobs.ch, Job-Coach: Das Bewerbungsfoto für den Lebenslauf, https://www.jobs.ch/de/job-coach/bewerbungsfoto-fuer-den-lebenslauf/, abgerufen 2026-09-14
- jobup.ch, Job-Coach: La photo de candidature (französische Fassung derselben Plattform), https://www.jobup.ch/fr/job-coach/conseils-checklistes/photo-de-candidature/, abgerufen 2026-09-14
- job-selection.ch: Bewerbungsfoto in der Schweiz, Pflicht, freiwillig oder besser weglassen, https://job-selection.ch/bewerbungsfoto-in-der-schweiz-pflicht-freiwillig-oder-besser-weglassen/, abgerufen 2026-09-14
- CV Pics, Karriereratgeber: Format von Bewerbungsfotos, https://www.cvpics.ch/karriereratgeber/bewerbungsfoto/format-bewerbungsfotos/, abgerufen 2026-09-14
- mein-studium-karriere.ch: Das Foto im Lebenslauf, https://www.mein-studium-karriere.ch/bewerbung/bewerbungsunterlagen/lebenslauf/lebenslauf-foto/, abgerufen 2026-09-14
- Nexaria: Foto im Lebenslauf, https://www.nexaria.ch/faq/lebenslauf-bewerbung/foto-im-lebenslauf/, abgerufen 2026-09-14
- Career Services UZH: Lebenslauf, https://www.careerservices.uzh.ch/de/ratgeber/bewerbung/bewerbungsdossier/Lebenslauf.html, abgerufen 2026-09-14
- Robert Half Schweiz: KI-generierte Bewerbungsbilder, was Recruiter und Bewerber wissen müssen, https://www.roberthalf.com/ch/de/insights/karriereentwicklung/ki-generierte-bewerbungsbilder-was-recruiter-und-bewerber-wissen-muessen, abgerufen 2026-09-14
- Schluchter, Licci & Partner AG: Selbstversuch mit einem KI-Foto, https://www.schluchterlicci.ch/d/blog/posts/AI-Foto.php, abgerufen 2026-09-14
- Doris Weichselbaumer: Discrimination against Female Migrants Wearing Headscarves, IZA DP 10217, https://www.iza.org/publications/dp/10217/discrimination-against-female-migrants-wearing-headscarves, abgerufen 2026-09-14
Fragen dazu
Welche Kleidung gehört auf ein Bewerbungsfoto?
Die Faustregel von jobs.ch lautet, anzuziehen, was Sie auch zum Vorstellungsgespräch anziehen würden. Bei einer Bank oder einem Notariat sind das Blazer und Hemd oder Bluse, bei einem jungen Technikunternehmen genügt ein einfarbiges Hemd ohne Krawatte. Einfarbig, gut sitzend und ohne Logo gilt in allen Branchen.
Welche Farbe soll der Hintergrund haben?
Hier widersprechen sich die Schweizer Quellen. jobs.ch rät auf Deutsch ausdrücklich von Weiss ab, jobup.ch, dieselbe Plattform auf Französisch, empfiehlt Weiss oder helles Grau. Die Schnittmenge, mit der Sie in keinem Fall danebenliegen, ist ein heller, neutraler Grauton ohne Struktur.
Darf man auf dem Bewerbungsfoto lächeln?
Ja. jobs.ch schreibt wörtlich, Sie dürften durchaus lächeln oder die Zähne zeigen. mein-studium-karriere.ch empfiehlt ein dezentes Lächeln. Was nicht funktioniert, ist ein Lächeln auf Kommando, das nur den Mund und nicht die Augen bewegt.
Bewerbungsfoto mit oder ohne Brille?
Mit, wenn Sie die Brille auch im Gespräch tragen. Wichtig ist, dass die Augen hinter den Gläsern klar erkennbar sind, dass kein Lichtreflex darauf liegt und dass die Bügel nicht quer über den Augen sitzen. Bei KI-Werkzeugen ist das die häufigste Fehlerquelle.
Ist ein Bewerbungsfoto in Schwarzweiss eine gute Idee?
Üblich ist Farbe. Schwarzweiss steht in Schweizer Ratgebern regelmässig auf der Liste dessen, was altmodisch wirkt, und ein schwarzer Rahmen ums Bild sollte laut CV Pics ohnehin wegbleiben, weil er an eine Todesanzeige erinnert.
Wie alt darf das Foto sein?
jobs.ch nennt maximal ein Jahr, die Career Services der Universität Zürich lassen bis zu zwei Jahre gelten. Entscheidend ist nicht das Datum, sondern ob Sie im Gespräch noch so aussehen wie auf dem Bild.
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