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Woran man ein schlechtes KI-Bewerbungsfoto erkennt

219 kritische Bewertungen, nach Häufigkeit sortiert: die Fehler, an denen KI-Bewerbungsfotos auffliegen, und wie Sie sie selbst finden.

Redaktion Dossierfoto Stand 2026-09-14 12 Minuten Lesezeit

Von 219 kritischen Bewertungen, die Kundinnen und Kunden zwischen 2023 und 2026 über vierzehn KI-Foto-Anbieter geschrieben haben, sagen 48 denselben Satz: Das bin nicht ich. Es ist der häufigste Vorwurf der Sammlung, und er steht auf keiner Anbieterseite. Die Fehlermodi dieser Technik sind die eigenen.

Hier stehen sie, nach Häufigkeit sortiert, als Prüfliste für den Moment, in dem ein fertiges Bild vor Ihnen liegt: woran Sie den Fehler sehen, warum das Modell ihn macht, was dagegen hilft.

Offenlegung vorweg: Diese Seite verkauft selbst KI-Bewerbungsfotos. Die Prüfliste funktioniert trotzdem gegen jedes Bild, auch gegen die von Dossierfoto. Die eigenen Beispiele stehen unter Vorher und nachher.

Die Datenbasis: 219 kritische Bewertungen, 14 Anbieter

Ausgewertet wurden Trustpilot-Bewertungen mit einem bis drei Sternen zu Aragon AI, BetterPic, HeadshotPro, Try It On AI, Secta Labs, Photo AI, Dreamwave, InstaHeadshots, The Multiverse AI, Bewerbungsbild AI, ProfilbildPro, MeinBewerbungsfoto, ProfileBakery und Bewerbungsfoto AI. Eine Bewertung kann mehrere Fehler beschreiben, die Nennungen ergeben deshalb mehr als 219.

Diese Bewertungen sind eine gefilterte Minderheit: HeadshotPro hat 83 Prozent Fünf-Sterne-Bewertungen, und mehrere Dienste fordern nach dem Download aktiv zur Bewertung auf. Jede einzelne ist ausserdem die Meinung einer Person über einen Durchlauf, kein Urteil über einen Anbieter. Für die Frage, welche Fehler die Technik macht, taugen die kritischen Stimmen trotzdem besser: Nur sie beschreiben, was schiefging.

Balkendiagramm der Fehlerhäufigkeit in 219 kritischen Bewertungen zu KI-Bewerbungsfotos, angeführt von 48 Nennungen für mangelnde ÄhnlichkeitFehlermodusNennungen, Basis 219Sieht nicht aus wie ich48Bezahlung, Refund, Credits46Sofort als KI erkennbar36Körperbau, Proportionen24Zu wenige brauchbare Bilder23Haare, Haaransatz, Bart19Alter falsch, meist zu alt15Kleidung, Kragen, Knöpfe12Augen, Blick, Augenfarbe11Haut geglättet, Plastik10Gesichtszüge verschoben9Schmuck erfunden6Hautton, Ethnie verändert5Brille eingefügt oder schief4Hände, Finger, Gliedmassen3Ohren verformt1Helle Balken: kaufmännische Beschwerden, keine Bildfehler.Nicht abgebildet: Zähne, Hintergrund, Datenschutz, je 4 bis 5 Nennungen.
Fehlerhäufigkeit in 219 kritischen Trustpilot-Bewertungen zu 14 KI-Foto-Anbietern, Mehrfachnennung möglich, Stand 14.09.2026.

Rang 2 und Rang 5 sind keine Bildfehler, sie betreffen Bezahlung und Paketgrösse. Beide stehen weiter unten.

Der eine Test, der die ganze Liste ersetzt

Ein Blogger, der mehrere Dienste selbst bezahlt hat, formuliert die beste Prüfmethode dieser Sammlung sinngemäss so: Zeigen Sie das Bild jemandem, der Sie täglich sieht. Sagen Sie nicht, woher es kommt, und fragen Sie nur, ob etwas komisch aussieht. Sechs Bewertungen beschreiben diesen Moment:

„I gave the results to different people and most of them realize it's an AI picture." Roi, 2 Sterne, 19.02.2025, über BetterPic auf Trustpilot

„I tried to use the photos on dating apps thinking it was not obvious but people kept telling me that it was AI. So awkward." Pierre Lemaire, 1 Stern, 11.01.2025, über Photo AI auf Trustpilot

Die Berufsfotografin Isolde Baylor berichtet von einem Recruiting-Team mit einem eigenen Slack-Kanal für KI-Headshot-Screenshots. Dahinter steckt eine Rechnung: Jedes auffällige Foto kostet das Team „a thirty-minute interview where the person who shows up doesn't match the person on the profile". Wenn niemand greifbar ist, arbeiten Sie die Liste unten ab.

Fehler 1: Es sieht nicht aus wie Sie (48 Nennungen)

Das Bild ist scharf, sauber ausgeleuchtet, und es zeigt eine Person, die Ihnen ähnlich sieht. Nur eben nicht Sie. Das macht den häufigsten Fehler so schwer zu bemerken.

„The result is terrible. You see a lot of you, but it isn't you." Remy Hurx, 1 Stern, 24.05.2025, über HeadshotPro auf Trustpilot

Baylor nennt das „the 'almost you' face": Ein Modell, das aus wenigen Fotos ein Gesicht rekonstruiert, mittelt Ihre Merkmale gegen Millionen anderer. Heraus kommt „a competent-but-generic version of your face".

Prüfen Sie deshalb nicht den Gesamteindruck, sondern drei Masse: Gesichtsbreite, Augenabstand, Nasenlänge. Legen Sie Ergebnis und Ausgangsfoto nebeneinander, gleiche Grösse, gleicher Ausschnitt. Stimmt die Gesichtsbreite nicht, stimmt nichts. Nachbessern hilft hier nicht: Ein Dienst, der Ihr Gesicht neu erfindet statt Ihr Foto zu bearbeiten, tut das im zweiten Durchlauf wieder. Woran der Unterschied hängt, steht unter So funktioniert es.

Handyfoto in einer dunklen Küche, Mann mit dunkler Brille und Bart, hartes Blitzlicht von vornDasselbe Gesicht als Bewerbungsfoto vor hellem Büro, dieselbe eckige Brillenfassung, derselbe Bart
Links das Ausgangsbild, rechts das Ergebnis. Die abgebildeten Personen sind nicht real, die Verwandlung dazwischen ist ein echter Durchlauf. Erhalten geblieben sind hier die eckige dunkle Fassungsform, der Sitz der Bügel am Ohr, der zurückgewichene Haaransatz und die hellere Stelle im Kinnbart. Brille und Bart sind der Fall, an dem viele Modelle scheitern.

Fehler 2: Man sieht sofort, dass es KI ist (36 Nennungen)

36 Bewertungen sagen, das Bild sei erkennbar generiert, ohne zu sagen, woran. Sie sind der Sammelposten für alles, was unten einzeln steht. Drei Auslöser tauchen darin überdurchschnittlich oft auf.

Zuerst der Hintergrund. Baylor beschreibt „the AI-blue background", „the same desaturated grey-blue that nobody actually photographs against in real studios". Wer täglich Bewerbungen sichtet, erkennt diese Farbe wieder. Dann die Haarkante, die ohne klare Grenze in den Hintergrund ausfranst. Und die Symmetrie: Zwei exakt gleich grosse Gesichtshälften kommen in der Natur nicht vor.

Ana Altchek berichtet im Selbstversuch für Business Insider (03.07.2026): „Some backgrounds looked like green screens, proportions were slightly off, and my editor pointed out that my hair had a cartoonish quality." Ihre Redaktorin sah es, sie selbst nicht.

Fehler 3: Der Körper gehört jemand anderem (24 Nennungen)

Mit Gesichtsfehlern rechnen Kundinnen und Kunden. Damit, dass ihr Körper getauscht wird, nicht.

„Bilder sehen schlecht aus als ob man meinen Kopf auf ein Strichmännchen geklebt hat obwohl ich körpertyp kräftig angegeben habe." M.G, 1 Stern, 17.12.2025, über Bewerbungsbild AI auf Trustpilot

„None of my images represented my body size, my head was about 1.5x-2x bigger than it should be" Ian, 1 Stern, 14.05.2025, über Secta Labs auf Trustpilot

Die Ursache ist bauartbedingt. Viele Dienste rechnen Schultern, Hals und Kleidung komplett neu und setzen das Gesicht darauf; folgt der neue Körper einer anderen Statur als Ihrer, passt der Kopf nicht mehr zur Schulterbreite. Der Test dauert zwei Sekunden: Kopfbreite und Schulterbreite gegen das Ausgangsfoto halten. Ein zu grosser Kopf fällt auch Leuten auf, die nicht sagen könnten, warum.

Fehler 4: Haare und Bart (19 Nennungen)

Haare sind das schwierigste Material für ein Bildmodell, weil ihre Kontur aus Tausenden Einzelstrukturen besteht. „weird and randomized hairstyles" schreibt Mrs B am 06.09.2026 über Aragon AI, „The ai piece can't fix facial hair" Laura H. am 26.08.2026 über denselben Anbieter. Ana Barzakova findet im Test von DigitalPHOTO (05.12.2023) „schlecht freigestellte Haare" und eine „komplett unrealistische Frisur".

Sehen Sie sich Scheitel, Haaransatz an den Schläfen und Bartgrenze an der Wange an. Hat der Bart am Rand keine einzelnen Haare mehr, sondern eine gezeichnete Kante, ist das Bild verbrannt. Ein Haaransatz, der plötzlich voll ist, ebenso.

Fehler 5: Das Alter stimmt nicht (15 Nennungen)

Man würde Verjüngung erwarten. Die Bewertungen berichten fast immer das Gegenteil.

„Not a single headshot resembled me...aged me 10-15 years" Teacher Shannon, 2 Sterne, 15.08.2025, über HeadshotPro auf Trustpilot

Junge Bewerberinnen und Bewerber trifft es am härtesten. Suny Park schreibt am 12.05.2024 über ProfilbildPro, ihr 17-jähriger Sohn habe auf den Bildern „sehr fremd" und alt gewirkt. Wer sich um eine Lehrstelle bewirbt, prüft diesen Punkt zuerst. Der Grund liegt in den Trainingsdaten: Studioporträts zeigen überdurchschnittlich oft Menschen in der Mitte der Laufbahn, und ein Modell, das „professionell" umsetzen soll, greift darauf zurück. Einzelne Anbieter haben zusätzlich einen Altersfilter, der Falten hinzufügt. Die andere Richtung ist ebenso ein Problem, nur ein höflicheres: Ein verjüngtes Bild wird im Vorstellungsgespräch peinlich.

Selfie auf einem Parkplatz, Frau blinzelt gegen die Sonne, Stirn zusammengezogenDieselbe Frau als Bewerbungsfoto vor grauem Hintergrund, Augen offen, Falten und graue Ansätze erhalten
Die Augen werden geöffnet und die zusammengezogene Stirn entspannt, ihre Form bleibt dieselbe. Erhalten geblieben sind die Linien zwischen den Brauen, die Falten um Augen und Mund, der graue Ansatz im blonden Haar und damit das Alter. Ein verjüngtes Bild wäre im Gespräch ein Problem.

Fehler 6: Kragen, Knöpfe, Revers (12 Nennungen)

Kleidung ist geometrisch. Abweichungen sieht man dort auch ohne danach zu suchen.

„Some of the photos have obvious AI components, like 2 buttons where there should be 1." Michael Borst, 2 Sterne, 31.08.2026, über Aragon AI auf Trustpilot

Zählen Sie die Knöpfe. Verfolgen Sie die Kragenkante von der Schulter zum Hals, auf beiden Seiten. Schauen Sie, ob das Revers unter dem Kinn zusammentrifft oder eine Seite ins Nichts läuft. Baylor nennt zusätzlich Kleidung, die „suspiciously flat" aussieht, als wäre sie aufgemalt: Stoff, der keine Falten wirft, ist kein Stoff. Dieser Fehler trifft selten alle Varianten eines Durchlaufs, ein anderes Bild aus demselben Paket löst ihn oft.

Fehler 7: Tote Augen (11 Nennungen)

Der Ausdruck stammt von den Kundinnen und Kunden selbst.

„Photos don't look like me at all...all agreed 'dead behind the eyes.'" Jodi, 2 Sterne, 01.08.2025, über HeadshotPro auf Trustpilot

Dahinter stecken drei Dinge: Lichtreflexe, die nicht zur Lichtrichtung im Rest des Bildes passen, unterschiedlich grosse Pupillen, und eine Augenfarbe, die neben dem Original leicht daneben liegt. Mike Duvarney nennt am 09.06.2026 über BetterPic genau diese Kombination, „incorrect eye color" inbegriffen. Vergrössern Sie die Augen: Der helle Punkt muss in beiden an derselben Stelle sitzen, die Iris dieselbe Farbe haben wie im Ausgangsfoto.

Fehler 8: Wachshaut (10 Nennungen)

Zehn Nennungen sind wenig. Und doch ist das der einzige Bildfehler, vor dem beide Schweizer HR-Quellen dieser Recherche ausdrücklich warnen. Robert Half Schweiz empfiehlt KI-Bilder, wenn es schnell und günstig gehen muss, und schreibt im selben Beitrag (Stand Mai 2025):

„Recruiter:innen berichten, dass allzu perfekte Fotos schnell als künstlich entlarvt werden und im Zweifel eher Skepsis als Begeisterung auslösen."

Die Zürcher Personalberatung Schluchter, Licci & Partner AG hat ein KI-Foto selbst ausprobiert und kommt zum gleichen Urteil: Das Ergebnis wirke „bearbeitet, die Haut erscheint unnatürlich perfekt." Auf Trustpilot klingt derselbe Befund direkter: „very waxy looking and incredibly fake" (Joey, 1 Stern, 08.10.2025, über BetterPic). Richard fasst am 22.12.2025 über HeadshotPro die Wirkung zusammen: „When you combine the model-like reflection with plastic skin and dead eyes, everyone will know."

Echte Haut hat Poren, auch nach professioneller Retusche. Vergrössern Sie Wange und Stirn auf hundert Prozent: Eine gleichmässige Fläche ohne Struktur heisst geglättet. Sommersprossen, Male und feine Linien, die im Ausgangsfoto da waren und im Ergebnis fehlen, sind derselbe Befund. Selbst eine Vier-Sterne-Bewertung beschreibt die Grenze: „erst bei wirklich ganz genauer Ansicht, sieht man die Weichzeichner" (Sarah, 15.03.2025, über Bewerbungsbild AI).

Selfie im Wohnzimmer bei Deckenlicht, Frau mit Sommersprossen und welligem Haar, gelber FarbstichDieselbe Frau als Bewerbungsfoto, Sommersprossen auf Nase und Wangen weiterhin sichtbar
Aus Deckenlicht und gelbem Farbstich wird neutrales Studiolicht. Erhalten geblieben sind die Sommersprossen auf Nase und Wangen, die Hautstruktur, das ungeglättete Wellenhaar mit seinen Strähnen und die leicht unterschiedliche Höhe der Augenbrauen.

Die seltenen Fehler mit dem grössten Schaden

Die letzten Ränge der Tabelle haben einstellige Nennungen. Wer betroffen ist, hat trotzdem ein unbrauchbares Bild.

Hautton und Ethnie (5 Nennungen)

Tim schreibt am 02.02.2026 über HeadshotPro: „One darkened my skin so I looked like I was from India." Eine andere Bewertung zum selben Anbieter vom 10.01.2026 hält fest: „Half the results showed me as a different race". Der bestdokumentierte Fall stammt von einem anderen Werkzeug: Eine MIT-Studentin bat Playground AI um ein professionelles LinkedIn-Foto und bekam hellere Haut und blaue Augen zurück (Boston Globe, 19.07.2023). Prüfen Sie den Hautton an Hals und Ohr, nicht im Gesicht, weil dort das Licht ihn verändert.

Selfie im Korridor unter Neonlicht, Frau mit dunkler Haut und kurzem krausem HaarDieselbe Frau als Bewerbungsfoto vor hellem Hintergrund, Hautton und Haarstruktur unverändert
Der Hautton wurde nicht aufgehellt und die Haarstruktur nicht geglättet. Erhalten geblieben sind auch die kleinen Ohrstecker und das Mal über der linken Braue. Dass das keine Selbstverständlichkeit ist, zeigen die dokumentierten Fälle in diesem Abschnitt.

Erfundene und verbogene Brillen (4 Nennungen)

Die häufigere Richtung ist die überraschende: Die KI setzt Brillen auf Gesichter, die keine tragen. „mir wurde eine Brille rein retuschiert, obwohl ich keine Brille trage", schreibt HERT EDUARD am 12.01.2026 über Bewerbungsbild AI. Umgekehrt berichtet HP am 13.10.2023 über ProfileBakery von einem „als Brillenträger verzehrtes Gesicht". Wer eine Brille trägt, prüft dreierlei: dieselbe Fassungsform, Bügel, die gerade zum Ohr laufen, und Augen hinter den Gläsern, die gleich gross sind wie daneben.

Schmuck aus dem Nichts (6 Nennungen)

Die ausführlichste Beschwerde der Sammlung stammt von LK, 25.03.2025, über Secta Labs: eine „odd fusion of my ears and earrings", dazu unfertige Halsketten, Silber und Gold im selben Bild und eine Luxusuhr, die sie nie tragen würde. „I look like a cyclops!" Marco Aiello berichtet am 16.11.2025 über BetterPic von Ohrringen, die ihm ins Gesicht gesetzt wurden. Zählen Sie nach, was Sie tragen, und prüfen Sie, ob das Ohrläppchen unter dem Ohrring noch eines ist. Die verformten Ohren der letzten Tabellenzeile entstehen fast immer dort.

Hände, Finger, Zähne (7 Nennungen zusammen)

Ein Brustbild zeigt selten Hände, deshalb steht der klassische KI-Fehler weit unten. Er kommt trotzdem vor: „One photo gave me three arms", schreibt MJ am 11.12.2025 über BetterPic. Bei den Zähnen ist das Muster einheitlicher: Erscheint die obere Reihe als weisser Block ohne Zwischenräume, hat das Modell sie gerechnet.

Der zweithäufigste Fehler ist gar kein Bildfehler (46 Nennungen)

Fast gleichauf mit dem Ähnlichkeitsproblem stehen Beschwerden über Bezahlung, Rückerstattung und Guthaben. Die Garantieversprechen sind in den Geschäftsbedingungen oft eingeschränkt, an Stellen, die man vor dem Kauf nicht liest. Chris schreibt am 17.04.2025 über BetterPic, die Rückerstattung entfalle, „once the AI is trained (meaning it made your pics)"; Max berichtet am 26.03.2026 über denselben Anbieter, schon der Download habe seinen Anspruch beendet.

Dazu kommt Rang 5 mit 23 Nennungen: zu wenige brauchbare Bilder pro Paket. Die Angaben reichen von 1 von 40 bis 45 Prozent. Die zufriedenen Stimmen hatten ihre Erwartung vorher richtig gesetzt; Rick lobt am 09.08.2026 an HeadshotPro, der Anbieter mache „very clear that not all AI photo results will be keepers". Prüfen Sie vor dem Kauf zwei Sätze in den Bedingungen: Was beendet den Rückerstattungsanspruch, und wie viele Bilder bekommen Sie. Für eine Bewerbung brauchen Sie genau eines, das die Liste oben übersteht.

Die Checkliste zum Abhaken

Legen Sie fertiges Bild und Ausgangsfoto nebeneinander, gleiche Grösse, und gehen Sie die Zeilen durch. Ein Nein heisst: anderes Bild nehmen.

Prüfung Bestanden, wenn
☐ Fremdurteil Jemand, der Sie täglich sieht, stutzt nicht
☐ Gesichtsmasse Gesichtsbreite, Augenabstand und Nasenlänge wie im Original
☐ Kopf zu Schultern Die Kopfbreite passt zur Schulterbreite wie vorher
☐ Alter Keine Falte weniger, keine Falte mehr
☐ Hautstruktur Poren, Sommersprossen und Male bei 100 Prozent sichtbar
☐ Hautton Hals und Ohr haben denselben Ton wie im Ausgangsfoto
☐ Augen Reflexe an derselben Stelle, Pupillen gleich gross, Farbe stimmt
☐ Brille Gleiche Fassung, gerade Bügel, keine Verzerrung dahinter
☐ Schmuck Nur was Sie wirklich tragen, Ohrläppchen intakt
☐ Kleidung Knöpfe zählbar, Kragen symmetrisch, Stoff wirft Falten
☐ Haare Einzelne Haare an der Kontur, keine gezeichnete Kante
☐ Hintergrund Kein graublauer Standardton, keine Halos

Was gegen diese Fehlerliste hilft

Sie ist der Grund für die Bauart dieses Dienstes. Die Anweisung an das Modell beginnt mit einem Identitätsblock, der vor jeder Stilbeschreibung steht und aus Verboten besteht statt aus Wünschen: nicht verschönern, nicht schlank rechnen, nicht glätten, nicht verjüngen oder altern, Hautton, Augenfarbe, Zähne und Bart nicht verändern, kein Make-up erfinden. Vorhandene Brillen behalten ihre Fassungsform, Poren, Male, Narben und Falten bleiben, wo sie sind.

Herauskommen soll dasselbe Gesicht bei besserem Licht. Die beste Formulierung dafür steht in einer Fünf-Sterne-Bewertung eines Mitbewerbers: „Almost all the pictures (and there were a lot!) looked just like me, just a little better" (Megan, 07.11.2025, über BetterPic). Ob das gelingt, prüfen Sie mit der Liste oben an den Vorher-nachher-Beispielen. Dazu: Ist ein KI-Bewerbungsfoto erlaubt?, KI-Bewerbungsfotos im Schweizer Vergleich, Bewerbungsfoto Schweiz und die Häufigen Fragen.

Quellen

  1. Robert Half Schweiz: KI-generierte Bewerbungsbilder, was Recruiter und Bewerber wissen müssen (Stand Mai 2025), https://www.roberthalf.com/ch/de/insights/karriereentwicklung/ki-generierte-bewerbungsbilder-was-recruiter-und-bewerber-wissen-muessen, abgerufen 2026-09-14
  2. Schluchter, Licci & Partner AG, Zürich: AI-Foto, ein Selbstversuch, https://www.schluchterlicci.ch/d/blog/posts/AI-Foto.php, abgerufen 2026-09-14
  3. Eigene Auswertung von 219 kritischen Trustpilot-Bewertungen (1 bis 3 Sterne) zu 14 KI-Foto-Anbietern, https://www.trustpilot.com/, abgerufen 2026-09-14
  4. Isolde Baylor, Berufsfotografin: How to spot an AI LinkedIn headshot, https://imagesbyiba.com/specialist-report/spot-ai-linkedin-headshot, abgerufen 2026-09-14
  5. DigitalPHOTO, Ana Barzakova: KI-Bewerbungsfotos im Test (05.12.2023), https://www.digitalphoto.de/test/ki-bewerbungsfotos.html, abgerufen 2026-09-14
  6. Job Search with AI: I spent almost $80 on AI headshots, https://jobsearchwithai.substack.com/p/i-spent-almost-80-on-ai-headshots, abgerufen 2026-09-14
  7. Ana Altchek, Business Insider: How to tell if a headshot is AI (03.07.2026), https://www.yahoo.com/lifestyle/articles/tell-headshots-ai-linkedin-users-095501719.html, abgerufen 2026-09-14
  8. tech.co: Ringover-Umfrage unter 1087 Recruitern zu KI-Headshots (13.08.2024), https://tech.co/news/recruiters-prefer-ai-headshots, abgerufen 2026-09-14
  9. ingenieur.de: Bewerbungsfoto mit KI erstellen, ja oder nein?, https://www.ingenieur.de/karriere/bewerbung/bewerbungsfoto-mit-ki-erstellen-ja-oder-nein/, abgerufen 2026-09-14
  10. Boston Globe: An MIT student asked AI to make her headshot more professional (19.07.2023), https://www.bostonglobe.com/2023/07/19/business/an-mit-student-asked-ai-make-her-headshot-more-professional-it-gave-her-lighter-skin-blue-eyes/, abgerufen 2026-09-14

Fragen dazu

Merken Recruiter, dass ein Bewerbungsfoto mit KI gemacht wurde?

Ein gutes oft nicht, ein schlechtes sofort. In der Ringover-Umfrage unter 1087 Recruitern (13.08.2024) erkannten weniger als 3 von 10 die Bilder besserer Anbieter als KI-generiert, bei einem Gratis-Tool waren es über 40 Prozent. Zwei Drittel gaben aber an, ein KI-Foto würde sie abschrecken, wenn sie davon wüssten. Das Risiko liegt also nicht in der Technik, sondern in ihren sichtbaren Fehlern.

Was ist der schnellste Test für ein KI-Bewerbungsfoto?

Zeigen Sie das Bild jemandem, der Sie täglich sieht, und sagen Sie nicht, worum es geht. Wer Sie kennt, sieht Abweichungen in Gesichtsbreite, Alter und Körperbau in einer Sekunde. Genau so sind mehrere Kundinnen und Kunden auf Trustpilot auf den Fehler gestossen, etwa Roi am 19.02.2025 über BetterPic.

Warum macht die KI mich auf dem Bild älter?

15 der 219 ausgewerteten kritischen Bewertungen nennen ein falsches Alter, und die Richtung ist fast immer zu alt. Bildmodelle rechnen Studioporträts aus Trainingsdaten nach, in denen berufliche Autorität mit älteren Gesichtern korreliert, und einzelne Anbieter haben zusätzlich Schönheits- oder Altersfilter im Ablauf. Wer sich um eine Lehrstelle bewirbt, sollte auf diesen Punkt besonders achten.

Ist ein KI-Bewerbungsfoto in der Schweiz erlaubt?

Für die Bewerbung ja, für amtliche Dokumente wie den Pass nicht. Robert Half Schweiz empfiehlt KI-Bilder ausdrücklich für den Fall, dass es schnell und günstig gehen muss, warnt aber vor dem zu perfekten Ergebnis. Mehr dazu im Artikel zur Zulässigkeit.

Wie viele Bilder aus einem KI-Paket sind üblicherweise brauchbar?

Die Angaben in den Bewertungen reichen von 1 von 40 bis 45 Prozent. Auffällig ist, dass fast alle zufriedenen Rezensenten von sich aus eine Trefferquote nennen: Sie wussten vorher, dass der Grossteil Ausschuss ist. Für eine Bewerbung brauchen Sie genau ein Bild, das der Prüfung unten standhält.

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